Bessere Kinderarztversorgung für alle Stadtbezirke in Mannheim: Weirauch startet Kampagne!

18. September 2025

Der Mannheimer SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Boris Weirauch hat eine Plakatkampagne für eine bessere Kinderarztversorgung für alle Stadtbezirke in Mannheim gestartet. Mit 100 Plakaten und einer begleitenden Social-Media-Kampagne macht er auf die bestehenden Defizite aufmerksam und bittet Mannheimer Eltern darum, ihre Erfahrungsberichte mit ihm zu teilen.

„In Mannheim gibt es nach wie vor Stadtbezirke wie Schönau, Friedrichsfeld, Neuostheim/Neuhermsheim und die Neckarstadt-West, in denen es keine einzige Kinderarztpraxis gibt. Diese weißen Flecken in der Versorgung sind nicht hinnehmbar – jedes Kind hat Anspruch auf wohnortnahe medizinische Versorgung“, so Weirauch.

Hintergrund der Kampagne ist seine im Mai gestellte parlamentarische Anfrage an die Landesregierung, deren Beantwortung erhebliche Unterschiede zwischen den Stadtbezirken sichtbar gemacht hat. „Während die Schwetzingerstadt/Oststadt zehn Kinderarztpraxen hat, gehen andere Bezirke komplett leer aus. Offiziell gilt Mannheim als überversorgt. Die Realität in den Familien sieht aber völlig anders aus: : fehlende Vorsorgeuntersuchungen, Impflücken und Entwicklungsstörungen, die zu spät erkannt werden“, bringt Weirauch seine Sorge zum Ausdruck.

Mit der Kampagne verbindet der SPD-Abgeordnete konkrete Forderungen: „Wir brauchen eine stadtbezirksgenaue Vergabe von Kassenarztsitzen, damit sich die Ungleichverteilung nicht weiter verfestigt. Außerdem muss die Stadt Mannheim ein Förderprogramm auflegen, um Kinderärztinnen und Kinderärzte bei der Niederlassung in unterversorgten Stadtteilen gezielt zu unterstützen.“

Weirauch verweist zudem auf die Situation auf der Hochstätt: „Dort hat eine Kinderärztin längst Praxisräume gefunden, aber die Entscheidung über die notwendige Sonderbedarfszulassung von der KV lässt offenbar auf sich warten.”

Der SPD-Abgeordnete blickt zugleich über die Kinderarztversorgung hinaus und hat eine weitere parlamentarische Anfrage zur hausärztlichen Versorgung eingereicht, deren Antwort derzeit noch aussteht. Weirauch macht deutlich, dass er den Druck auf die Landesregierung weiter erhöhen wird: „Unsere Kinder und Familien dürfen nicht die Leidtragenden einer verfehlten Bedarfsplanung sein. Die medizinische Versorgung muss sich an der Realität in den Stadtbezirken orientieren – nicht an rechnerischen Durchschnittswerten.“