Der wirtschaftspolitische Sprecher der baden-württembergischen SPD-Landtagsfraktion Dr. Boris Weirauch blickt mit Sorge auf den bevorstehenden Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union.
„Großbritannien ist einer der wichtigsten Handelspartner der baden-württembergischen Wirtschaft. Allein letztes Jahr wurden Waren und Dienstleistungen im Wert von über zwölf Milliarden Euro aus Baden-Württemberg dorthin ausgeführt. Nach der Entscheidung für den Ausstieg aus der EU muss der Rahmen für den Handel zwischen der EU und Großbritannien völlig neu geregelt werden. Die damit einhergehende Unsicherheit wird sich bei der Auftragsvergabe an heimische Unternehmen negativ bemerkbar machen, auch Produktionsstandorte auf der Insel werden vom Ausstieg betroffen sein“, ist sich der Mannheimer Abgeordnete sicher.
„Abgesehen davon ist der Austritt der Briten auch für die wirtschaftliche und politische Stabilität der EU insgesamt problematisch. Mit ihrer langen Tradition der Verteidigung bürgerlicher Freiheiten, ihrem ausgeprägten Unternehmergeist und ihrer Innovationskraft hätten sie einen wichtigen Beitrag zu einer dringend erforderlichen Renaissance der europäischen Ideale beitragen“, bedauert Weirauch den „Brexit“.