SPD-Abgeordnete Weirauch und Fulst-Blei machen Gasausstiegspläne der MVV zum Thema im Landtag

17. Dezember 2024

„Die unvermittelte Ankündigung der MVV, über 20.000 Mannheimer Haushalten bis 2035 den Gashahn abzudrehen, sorgt zurecht für Ärger in der Bevölkerung. Eine Energie- und Wärmewende mit der Brechstange ist zum Scheitern verurteilt. Wir lassen prüfen, ob und inwiefern eine Stilllegung des Gasnetzes im Jahre 2035 überhaupt rechtlich zulässig wären“, begründet der SPD-Landtagsabgeordnete Weirauch den Vorstoß gegenüber der Landesregierung.

Weirauch macht auch seine Erwartungshaltung gegenüber dem MVV-Aufsichtsratsvorsitzenden, Oberbürgermeister Christian Specht, deutlich: „Die MVV ist ein kommunales Unternehmen und hat diesbezüglich eine hohe Verantwortung. Auch wenn die fossile Energieversorgung mittelfristig nicht mehr wettbewerbsfähig sein wird, kann über eine Stilllegung nur dann geredet werden, wenn allen Gaskundinnen und Gaskunden eine sinnvolle, förderfähige und bezahlbare Alternative zum Erdgas zur Verfügung steht“.

Sein Mannheimer Abgeordnetenkollege, Dr. Stefan Fulst-Blei ergänzt: „Bei der Umsetzung der Energie- und Wärmewende müssen neben ökologischen auch soziale Aspekte berücksichtigt werden. Die Sorgen der Gaskundinnen und Gaskunden sind absolut nachvollziehbar. Jeder der sich erst vor einigen Jahren auf Anraten erst eine Gasttherme eingebaut hat, muss jetzt nach einigen Jahren neu investieren und das obwohl die Therme oftmals 2035 noch nicht abbezahlt ist. Man zahlt doppelt – das kann nicht sein. Eine Heizung wechselt man nicht mal eben so schnell wie die Wandfarbe. Das muss auch der MVV bei ihrer zukünftigen Kommunikation bewusster sein.“