Der Landtagsabgeordnete Dr. Boris Weirauch gibt angesichts laufender Prüfungen noch keine Entwarnung zu einem möglichen Kahlschlag am Rheindamm: „Solange die Prüfungen des Regierungspräsidiums nicht abgeschlossen sind, wird die SPD zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern weiterhin für maximalen Hochwasserschutz bei minimalem Eingriff in den Baumbestand kämpfen.”
Zwar hatte die Stadt Mannheim der Unteren Wasserbehörde in Karlsruhe vergangenes Jahr nahe gelegt, die selbst tragende Spundwand als Alternative zu berücksichtigen, jedoch seien die dazugehörigen Prüfungen noch nicht abgeschlossen. „Es war ein wichtiger gemeinsamer Erfolg, dass das jahrelange Engagement der Bürgerinitiativen und die lebendige politische Debatte zur Kehrwende der Stadt geführt haben – in trocken Tüchern ist allerdings noch nichts”, mahnt der SPD-Politiker.
So sei derzeit noch nicht klar, ob die Spundwand z.B. in Verbindung mit einem Dammverteidigungsweg kommen könnte. Weirauch und SPD-Bezirksrätin Annalena Wirth versichern daher weiterhin, jeden Schritt der Verwaltung zu beobachten und kritisch zu prüfen: „Der aktuelle Verfahrensstand und die Einbindung von Baumgutachtern machen Hoffnung, aber die Rettung des Waldparks verlangt von uns weiterhin Standhaftigkeit.”
Stadträtin Prof. Dr. Heidrun Deborah Kämper ergänzt: „Wir sind einen Schritt weiter, immerhin ist man im Regierungspräsidium bereit, die Spundwandlösung als Alternative zu prüfen. Dennoch können wir noch nicht aufatmen, solange wir nicht den endgültigen Beschluss haben. Wichtig ist, dass dieser bald kommt, denn die Lindenhöferinnen und Lindenhöfer ebenso wie die Mannheimerinnen und Mannheimer brauchen hier Klarheit.“