Der SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Boris Weirauch konnte erfolgreich auf die Fortführung der Landesförderung für FIPS (Flexible Individuelle Personen-Shuttle) in Mannheim hinwirken. Verkehrsminister Winfried Hermann stellte ihm im Landtag eine zeitnahe Verordnung in Aussicht, die die dauerhafte Finanzierung von Pilotprojekten wie FIPS über die herkömmliche ÖPNV-Förderung ermöglicht. “Das sind hervorragende Nachrichten für alle Menschen in Mannheim, die auf dieses flexible, wohnortnahe und günstige Mobilitätsangebot angewiesen sind”, freut sich der SPD-Abgeordnete.
Am vergangenen Donnerstag hatte Weirauch der grün-schwarzen Landesregierung auf TOP 1 der Fragestunde im Landtag nochmal die herben Konsequenzen vor Augen geführt, die aus dem Ende der Landesförderung von FIPS Ende 2024 in Mannheim folgten. Ohne die Landesmittel in Höhe von knapp einer halben Million Euro musste das Angebot in einigen Stadtteilen ausgedünnt oder gänzlich eingestampft werden. “Es war mir wichtig, auch der Regierung die Tragweite dieser Entscheidung zu verdeutlichen: Mobilität bedeutet immer auch soziale Teilhabe und die muss allen Mannheimerinnen und Mannheimern unabhängig von ihrem Geldbeutel oder einer Behinderung ermöglicht werden”, betont Weirauch und verweist darauf, dass insbesondere für bewegungseingeschränkte Personen kommerzielle Angebote auf die Dauer einfach nicht bezahlbar sind.
Der verkehrspolitische Sprecher der Mannheimer SPD-Gemeinderatsfraktion, Karim Baghlani, begrüßt die neue Perspektive und erwartet mit Spannung die angekündigte Verordnung: „Eine Fortführung der Landesförderung wäre mehr als wünschenswert. Mannheim ist finanziell in einer sehr schwierigen Lage und muss aktuell das verbliebene Angebot komplett alleine stemmen. Fips trägt zur Stärkung des Mobilitätsangebotes in der Stadt bei und überbrückt die sogenannte „letzte Meile“ zwischen den Haustüren der Menschen und den Haltestellen des klassischen ÖPNV. Mit Bedauern und Unverständnis hatten wir daher zum Jahreswechsel das Auslaufen der Landesförderung zur Kenntnis genommen. Die daraus resultierende Ausdünnung des Angebotes trifft insbesondere bewegungseingeschränkte Menschen hart, die teilweise ein großes Stück an gewonnener Mobilität wieder aufgeben müssen. Daher ist es richtig, dass sich nun das Land doch um eine Fortführung bemüht.“